Montag, 23. Januar 2012
thisbe, 22:42h
Die Frau ist einfach unendlich müde.
Montag, 16. Januar 2012
Tempora mutantur, et nos mutamur in illis.
thisbe, 23:18h
Ich war lange nicht mehr hier. Die Frau die hier schrieb, fehlt mir, sie ist mir noch so vertraut. Und doch, es fühlt sich an wie Jahrzehnte. Ich wünschte, die Frau würde hier wieder schreiben. Aber sie hat keine Themen mehr, die hier her wollen. Sie schrieb von Selbstzerstörung und Traurigkeit, von Liebe und Leidenschaft, von Träumen und Ängsten. Sie spürte sich nur in Extremen. Wäre sie eine Farbe, so wäre sie heute ein helles Grau, manchmal mit ein paar Tupfern Orange. Die Frau damals war wild und durcheinander, sie war ein Knallrot durchsetzt von nicht wenig Schwarz, mit einem sanften Gelborange am Rand und weißen Klecksen und der Ahnung von einem euphorischen Grün. Heute empfinde ich die Frau von damals als unglaublich lebendig. Aber vielleicht sag ich das irgendwann auch von der Frau heute. Das wäre dann ----- Das schlimmste, was ich ihr sagen könnte.
Mittwoch, 10. März 2010
thisbe, 23:07h
Das erste Treffen nach der Trennung. Wir stopfen uns mit Speed und Pillen voll. Sind uns so nah, im Rausch, irgendwann haben unsere Hände miteinander Sex, und dann auch wir. Es ist kein Ficken. Es ist sexuelles Verschmelzen. In Vertrautheit. Und Gier. Zwei Tage im Nirgendwo. Geistige Leere. Mit ihm. Wir zusammen. Das "Erwachen". Helle Tage. Runtergelassene Jalousien. Kerzen. Dann wieder Nacht. Zu zweit einsam.
Dann aufgewacht?
Nein. Nach Hause gefahren.
Dann aufgewacht?
Nein. Nach Hause gefahren.
Samstag, 12. Dezember 2009
thisbe, 23:55h
Seit ich von dem anstehenden Ende weiß, hat mich irgendwie die Hysterie ergriffen.Am Tag der Verkündung vollkommen zugekippt und in sintflutartige Tränenstürze ausgebrochen, begleitet von unschönen Kurzschlussaktionen.
Dann beruhigte ich mich. Jedenfalls war das die Idee. Gestern, so schön der Abend war, habe ich gemerkt, dass ich anscheinend immer noch verzweifelt bin.
Oder: Alkohol bzw. Drogen aller Art bekommen mir einfach nicht mehr. Ich tue und erzähle da Dinge, die ich sonst nicht preisgeben würde. So buhle ich um Gunst - wenn auch nicht auf peinliche bzw. offensichtliche Art und Weise, jedenfalls bete ich das jetzt mal - und weiß gar nicht wieso. Das Verlangen, jedem zu gefallen? Ich lebe dann eine sehr emotionsgeladene Seite von mir aus. Das ist toll, ja gar berauschend, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es positive Gefühle sind, dafür umso abgründiger, wenn es negative sind. Und ich transportiere das alles nach außen, nahegehend ausnahmslos. Das kann ins Auge gehen, wenn es im unpassenden Personenkreis ist. Dazu kommt, dass ich die Tage danach in so einem endorphinarmen Loch rumtümpel, dass es ein Graus ist.
Daneben keimt immer öfter der Gedanke auf, dass ich die gute Freundin oder Kumpelin bin, oder die Frau, mit der Mann seine Partnerin hintergeht. Aber nie diejenige welche eine.
Ich hab nicht das Gefühl, dass ich in der Spur bin. Gerade empfinde ich es als die Ruhe nach dem Sturm, und hoffe, dass ich mich langsam wieder in seichterem Gewässer befinde. Auf die Zeit bauen, vielleicht ist das schon alles, was es braucht.
Dann beruhigte ich mich. Jedenfalls war das die Idee. Gestern, so schön der Abend war, habe ich gemerkt, dass ich anscheinend immer noch verzweifelt bin.
Oder: Alkohol bzw. Drogen aller Art bekommen mir einfach nicht mehr. Ich tue und erzähle da Dinge, die ich sonst nicht preisgeben würde. So buhle ich um Gunst - wenn auch nicht auf peinliche bzw. offensichtliche Art und Weise, jedenfalls bete ich das jetzt mal - und weiß gar nicht wieso. Das Verlangen, jedem zu gefallen? Ich lebe dann eine sehr emotionsgeladene Seite von mir aus. Das ist toll, ja gar berauschend, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es positive Gefühle sind, dafür umso abgründiger, wenn es negative sind. Und ich transportiere das alles nach außen, nahegehend ausnahmslos. Das kann ins Auge gehen, wenn es im unpassenden Personenkreis ist. Dazu kommt, dass ich die Tage danach in so einem endorphinarmen Loch rumtümpel, dass es ein Graus ist.
Daneben keimt immer öfter der Gedanke auf, dass ich die gute Freundin oder Kumpelin bin, oder die Frau, mit der Mann seine Partnerin hintergeht. Aber nie diejenige welche eine.
Ich hab nicht das Gefühl, dass ich in der Spur bin. Gerade empfinde ich es als die Ruhe nach dem Sturm, und hoffe, dass ich mich langsam wieder in seichterem Gewässer befinde. Auf die Zeit bauen, vielleicht ist das schon alles, was es braucht.
Dienstag, 27. Oktober 2009
thisbe, 23:52h
Vielleicht muss ich einfach mal weinen.
Aber es kommt nichts.
Vielleicht gibt es nur ein gewisses Kontingent an Tränen pro Person, für die man sie vergießt.
Man könnte sagen, es ist alles wie früher.
Aber das ist es tatsächlich nicht. Sogar meine Tante sagt mir das, obwohl ich es nicht sehen will. Denn das bisschen Änderung, es reicht nicht, denke ich. Fühle ich.
Wir hatten solche Gespräche früher nicht.
Aber reicht das?
Nein. Nicht für mich.
Er sieht Handlungsbedarf, will selber so nicht leben.
Aber reicht es, wenn einer daran arbeitet?
Nein. Nicht für uns. Da bedarf es mehr.
Ich will nicht mehr die sein, die thematisiert. Ich will nicht mehr die sein, die. Die.
Es gibt soviel zu sagen.
Aber ich weiss nicht wie.
Das wichtigste ist tatsächlich, dass ich sehe, was mit mir in diesem Jahr geschehen ist. Dass mein Leben voll ist, von schönen Dingen. Dass ich nicht warte. Dass ich nicht hader. Dass ich mein Ding mache. Und dadurch diese ganze Chose nicht als etwas sehe, das als Verlust droht. Sondern als Belastung. Als etwas, das negative Energie in mein Leben bringt.
Wieviel Zeit gibt man dem. Gibt man jemandem.
Aber es kommt nichts.
Vielleicht gibt es nur ein gewisses Kontingent an Tränen pro Person, für die man sie vergießt.
Man könnte sagen, es ist alles wie früher.
Aber das ist es tatsächlich nicht. Sogar meine Tante sagt mir das, obwohl ich es nicht sehen will. Denn das bisschen Änderung, es reicht nicht, denke ich. Fühle ich.
Wir hatten solche Gespräche früher nicht.
Aber reicht das?
Nein. Nicht für mich.
Er sieht Handlungsbedarf, will selber so nicht leben.
Aber reicht es, wenn einer daran arbeitet?
Nein. Nicht für uns. Da bedarf es mehr.
Ich will nicht mehr die sein, die thematisiert. Ich will nicht mehr die sein, die. Die.
Es gibt soviel zu sagen.
Aber ich weiss nicht wie.
Das wichtigste ist tatsächlich, dass ich sehe, was mit mir in diesem Jahr geschehen ist. Dass mein Leben voll ist, von schönen Dingen. Dass ich nicht warte. Dass ich nicht hader. Dass ich mein Ding mache. Und dadurch diese ganze Chose nicht als etwas sehe, das als Verlust droht. Sondern als Belastung. Als etwas, das negative Energie in mein Leben bringt.
Wieviel Zeit gibt man dem. Gibt man jemandem.
thisbe, 23:41h
Der Klavierengel und ich, wir gehen nun auch zusammen in Sport, und in die Sauna. Und wir hatten mal wieder so etwas wie ein Stelldichein.
Was für eine Beziehung ist das. In der ich mich langweile. Die mich nervt. Die mich so erinnert.
Ich weiß nicht wäre zu einfach. Und gelogen.
Ich weiss es zu gut.
Was für eine Beziehung ist das. In der ich mich langweile. Die mich nervt. Die mich so erinnert.
Ich weiß nicht wäre zu einfach. Und gelogen.
Ich weiss es zu gut.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Déjà vu, oder ich krieg das Kopfkino nicht los.
thisbe, 23:12h
Wenn sich danach nicht meldet... kriegt er morgen den Abschiedsbrief.
Dies hier als NTM.
Dass Herzen zittern können...
Dies hier als NTM.
Dass Herzen zittern können...
Mittwoch, 13. Mai 2009
thisbe, 22:11h
"Ich weiß nicht, ob das geht, in der Version."
"Hm. Wer kennt sich damit denn noch aus?"
Na der da hinten in der Ecke, denk ich mir.
"Die H.??" hoffnungsvolles Fragen meinerseits.
"Die ist aber gerade nicht da."
Schweigen. Bedeutungsschwanger. Na los, seufze ich innerlich, sags einfach.
"Der kleine Prof kennt sich auch aus."
ganz scheinheilig: "ist der da??"
"hmjoahmdahintn"
"Dann frag ihn doch bitte grad mal."
Ich starre in die grinsenden Augen meines Lieblingschefs. Is jetzt ja wohl nicht sein ernst. Ich grinse zurück. Doch. Der meint das ernst. "Willst nicht du ihn fragen?" Ich weiß dass es sinnlos ist, und höre auch schon ein "Nö" mit herausforderndem Grinsen.
Er wills wissen. Ok. Ich hole tief Luft. Durchquere das Büro. Bleibe neben seinem Schreibtisch stehen. Er ist glaub ich sehr verwirrt, dass ich anscheinend tatsächlich zu ihm will und zu sonst keinem an dem 4er Tischblock. Er macht plötzlich merkwürdige Sachen auf seinem Monitor. Nichts davon gibt Sinn. Ich glaube, er steht unter Schock. Würde mir genauso gehen. Ich weiß auch gar nicht, ob er wirklich realisiert, dass ich ihn gefragt habe, ob er uns kurz helfen kann. "Ich hör dir zu", sagt er leise. Ok.Warum hast du das früher nie.
Es ist ein großes Glück, dass ich heute außergewöhnlich fesch angezogen bin und wirklich prima aussehe. Nur so überstehe ich halbwegs souverän unser Gespräch. Jawohl Gespräch. mit in die Augen sehen und so. Es fühlt sich so merkwürdig an. Und ich bin mir sicher, dass, wenn wir auch sonst nichts in unseren Augen lesen, so doch zumindest das Wissen. Das Wissen um alles.
Nach hin und her kommt er mit zu meinem Rechner. Bei ihm funktioniert es nicht. Ich setze mich auf meinen Stuhl. Er steht rechts hinter mir. Wann waren wir uns das letzte mal so nahe. Es scheint Lichtjahre her. In einem anderen Leben. Ich kann den kalten Rauch aus seinem Mund riechen. Sehe seine Hand auf meiner Tastatur. Seine Augen. Kleine Pupillen. Aber das heißt bei ihm nichts.
Letztendlich kann er uns nicht weiterhelfen. Zumindest nicht, was unser berufliches Problem angeht..
Ein Schritt nach dem nächsten... vorwärts.. immer weiter weg von ihm. Von uns.
Komisch, denk ich mir. War gar nicht so schwierig. Was weh tut, nach wie vor, ist das Wissen, und das nichts danach.
"Hm. Wer kennt sich damit denn noch aus?"
Na der da hinten in der Ecke, denk ich mir.
"Die H.??" hoffnungsvolles Fragen meinerseits.
"Die ist aber gerade nicht da."
Schweigen. Bedeutungsschwanger. Na los, seufze ich innerlich, sags einfach.
"Der kleine Prof kennt sich auch aus."
ganz scheinheilig: "ist der da??"
"hmjoahmdahintn"
"Dann frag ihn doch bitte grad mal."
Ich starre in die grinsenden Augen meines Lieblingschefs. Is jetzt ja wohl nicht sein ernst. Ich grinse zurück. Doch. Der meint das ernst. "Willst nicht du ihn fragen?" Ich weiß dass es sinnlos ist, und höre auch schon ein "Nö" mit herausforderndem Grinsen.
Er wills wissen. Ok. Ich hole tief Luft. Durchquere das Büro. Bleibe neben seinem Schreibtisch stehen. Er ist glaub ich sehr verwirrt, dass ich anscheinend tatsächlich zu ihm will und zu sonst keinem an dem 4er Tischblock. Er macht plötzlich merkwürdige Sachen auf seinem Monitor. Nichts davon gibt Sinn. Ich glaube, er steht unter Schock. Würde mir genauso gehen. Ich weiß auch gar nicht, ob er wirklich realisiert, dass ich ihn gefragt habe, ob er uns kurz helfen kann. "Ich hör dir zu", sagt er leise. Ok.
Es ist ein großes Glück, dass ich heute außergewöhnlich fesch angezogen bin und wirklich prima aussehe. Nur so überstehe ich halbwegs souverän unser Gespräch. Jawohl Gespräch. mit in die Augen sehen und so. Es fühlt sich so merkwürdig an. Und ich bin mir sicher, dass, wenn wir auch sonst nichts in unseren Augen lesen, so doch zumindest das Wissen. Das Wissen um alles.
Nach hin und her kommt er mit zu meinem Rechner. Bei ihm funktioniert es nicht. Ich setze mich auf meinen Stuhl. Er steht rechts hinter mir. Wann waren wir uns das letzte mal so nahe. Es scheint Lichtjahre her. In einem anderen Leben. Ich kann den kalten Rauch aus seinem Mund riechen. Sehe seine Hand auf meiner Tastatur. Seine Augen. Kleine Pupillen. Aber das heißt bei ihm nichts.
Letztendlich kann er uns nicht weiterhelfen. Zumindest nicht, was unser berufliches Problem angeht..
Ein Schritt nach dem nächsten... vorwärts.. immer weiter weg von ihm. Von uns.
Komisch, denk ich mir. War gar nicht so schwierig. Was weh tut, nach wie vor, ist das Wissen, und das nichts danach.
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