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Samstag, 25. Oktober 2008
Rückwärtsgang.
thisbe, 04:12h
Wo er denn die ganze Zeit ist, weil man ihn fast nicht mehr sieht, fragt die L. ihn, wie sie mir erzählt. Er sei eigentlich so gut wie zurück nach F*F*M gezogen, antwortet er, habe aber seine WG mit dem Mitbewohner hier noch.
Wow. Das ist ja mal. Mir fehlen die Worte. Zu wem zieht man denn nach so kurzer Trennungszeit? Ich glaub, ihr denkt das gleiche wie ich. Zu der Frau, mit der es wegen mir (?) vorbei war. Die nie losgelassen hat. Bei der er an Sylvester war. Der er frühestens im Mai (wenn überhaupt) von uns erzählt hat. Wegen derer Geburtstag er an diesem Tag keinen Urlaub mit mir machen wollte. Deren BH eines Tages im Bett lag, weil sie sich angeblich nur umziehen wollte. Zu der Frau, für die das Buch vor einem Jahr gedacht war.
Die Puzzlestücke formen endlich ein Bild. Eins sag ich dir. Den Schmerz nehm ich nicht auf mich. Nicht diesmal. Der ist deiner. Ich verachte dich. Nicht mich.
Wow. Das ist ja mal. Mir fehlen die Worte. Zu wem zieht man denn nach so kurzer Trennungszeit? Ich glaub, ihr denkt das gleiche wie ich. Zu der Frau, mit der es wegen mir (?) vorbei war. Die nie losgelassen hat. Bei der er an Sylvester war. Der er frühestens im Mai (wenn überhaupt) von uns erzählt hat. Wegen derer Geburtstag er an diesem Tag keinen Urlaub mit mir machen wollte. Deren BH eines Tages im Bett lag, weil sie sich angeblich nur umziehen wollte. Zu der Frau, für die das Buch vor einem Jahr gedacht war.
Die Puzzlestücke formen endlich ein Bild. Eins sag ich dir. Den Schmerz nehm ich nicht auf mich. Nicht diesmal. Der ist deiner. Ich verachte dich. Nicht mich.
Freitag, 24. Oktober 2008
thisbe, 02:43h
Lebensfreude trieft aus all meinen Poren.
Neue Stiefel, ich komme ab Januar aus dem Hassprojekt raus, ich darf in dem neuen Theaterstück mitwirken, freue mich auf den Skiurlaub, tolles Gespräch mit meinem Waldi, ich liebe meine Freunde, und meinen Vater, und überhaupt.
Das Leben ist randvoll an Liebe.
Soundtrack: Hair - Aquarius (Hairifiziert, wie Kollegin M. sagt....)
Neue Stiefel, ich komme ab Januar aus dem Hassprojekt raus, ich darf in dem neuen Theaterstück mitwirken, freue mich auf den Skiurlaub, tolles Gespräch mit meinem Waldi, ich liebe meine Freunde, und meinen Vater, und überhaupt.
Das Leben ist randvoll an Liebe.
Soundtrack: Hair - Aquarius (Hairifiziert, wie Kollegin M. sagt....)
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Happy suicide, Mr. Foolish.
thisbe, 00:00h
Hätte Kollegin M. mich nicht daran erinnert und wäre ich nicht bei Frau Carlie drüber gestolpert: Der andere Name wurde (am Montag?) 30.
Älter will er ja nicht werden, nur 30. Das predigt er sich selbst seit Jahren. Glückwunsch, Ziel erreicht. Trotz der erwähnten Kinder-Pläne bei weiterer Drogenkarriere. Ein Widerspruch? Nicht doch ;-)
Letztes Jahr habe ich seinen Geburtstag bei ihm gefeiert, wir waren nur zu zweit, irgendwie hatten alle anderen "Freunde" spontan keine Zeit.. Es war ganz am Anfang unserer Beziehung. Wir sind essen gegangen, irgendwann haben wir Lines gezogen und sind im Morgengrauen zum Bahnhof, um mir Kreuzworträtselhefte zu kaufen, weil ich mich langweilte.
Nothing left to say.
Doch, eins, und das ganz unbitter, aufrichtig und von Herzen: Ich wünsche dir ein neues Leben. Ein Gutes.
Älter will er ja nicht werden, nur 30. Das predigt er sich selbst seit Jahren. Glückwunsch, Ziel erreicht. Trotz der erwähnten Kinder-Pläne bei weiterer Drogenkarriere. Ein Widerspruch? Nicht doch ;-)
Letztes Jahr habe ich seinen Geburtstag bei ihm gefeiert, wir waren nur zu zweit, irgendwie hatten alle anderen "Freunde" spontan keine Zeit.. Es war ganz am Anfang unserer Beziehung. Wir sind essen gegangen, irgendwann haben wir Lines gezogen und sind im Morgengrauen zum Bahnhof, um mir Kreuzworträtselhefte zu kaufen, weil ich mich langweilte.
Nothing left to say.
Doch, eins, und das ganz unbitter, aufrichtig und von Herzen: Ich wünsche dir ein neues Leben. Ein Gutes.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Situationskomik
thisbe, 01:08h
Uns überholt im stolpernden Eilschritt ein junges Mädchen auf unglaublich hohen, dünnen Absatzschuhen. M und ich grinsen uns an. Plötzlich bleibt das Mädchen abrupt vor uns stehen, zieht energisch seine Schuhe aus, vertauscht links und rechts, zieht sie wieder an, dreht sich zu uns um und meint: "Man und ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, warum ich darin nicht richtig laufen kann!!!"
Freitag, 17. Oktober 2008
thisbe, 12:36h
Jetzt, da das Priclen weg ist und der Alkohol meine Blutbahnen verlassen hat, frag ich mich, ob ich eigentlich noch ganz bei Trost bin.
Wenn ich das lese, was ich gestern geschrieben habe, dann erinnert mich das einfach nur an eins: wie es mit dem "anderen Namen" angefangen hat. Nur das Thema Lügen, das ist ein grundlegender Unterschied. Und dass ich mich niemals in den Jü verlieben könnte, wieso, weiß ich auch nicht. Außedem bin ich um eine gravierende Erfahrung weiter.
Dennoch. Muss das sein?
Wenn ich das lese, was ich gestern geschrieben habe, dann erinnert mich das einfach nur an eins: wie es mit dem "anderen Namen" angefangen hat. Nur das Thema Lügen, das ist ein grundlegender Unterschied. Und dass ich mich niemals in den Jü verlieben könnte, wieso, weiß ich auch nicht. Außedem bin ich um eine gravierende Erfahrung weiter.
Dennoch. Muss das sein?
thisbe, 03:29h
Im Dezember ist es ein Jahr, dass wir uns kennen, der Jü und ich. Und schon seit der ersten Begegnung im Skiurlaub ist die sexuelle Spannung zwischen uns greifbar. Wir sehen uns selten, aber wenn wir uns sehen, prickelt es bis in die Kopfhaut. Streicheln und küssen. Mehr ist nie. Zum einen weil ich einen Freund hatte, und er immer noch eine Freundin hat.
Heute war er hier. Er will seine Freundin und mich miteinander bekannt machen. Denn er lügt sie nicht an. Sie weiß, dass er mich sehr mag. Und er hofft, dass ... ach Jü. Ich bin keine Bedrohung für sie. Selbst wenn er und ich Sex hätten. Nochmal ein Kaliber der Größenordnung "anderer Name" reizt mich für eine Bindung überhaupt nicht. Bindungen im allgemeinen, derzeit. Aber er meint, er will sie nicht anlügen. Wenn sie mich kennt und er mit ihr darüber gesprochen hat, wäre es zumindest ehrlicher. Merkwürdige Beziehungsmuster gibt es. Vielleicht muss man die bei Drogenabhängigen aber einfach nicht verstehen. Immerhin einer, der nicht lügt. Es überrascht mich.
Gerade ist er gegangen. Ich liege wach, und es prickelt immer noch.. bis in alle Spitzen. Im Dezember dann wieder, vielleicht. Gebucht ist der Skiurlaub.
Heute war er hier. Er will seine Freundin und mich miteinander bekannt machen. Denn er lügt sie nicht an. Sie weiß, dass er mich sehr mag. Und er hofft, dass ... ach Jü. Ich bin keine Bedrohung für sie. Selbst wenn er und ich Sex hätten. Nochmal ein Kaliber der Größenordnung "anderer Name" reizt mich für eine Bindung überhaupt nicht. Bindungen im allgemeinen, derzeit. Aber er meint, er will sie nicht anlügen. Wenn sie mich kennt und er mit ihr darüber gesprochen hat, wäre es zumindest ehrlicher. Merkwürdige Beziehungsmuster gibt es. Vielleicht muss man die bei Drogenabhängigen aber einfach nicht verstehen. Immerhin einer, der nicht lügt. Es überrascht mich.
Gerade ist er gegangen. Ich liege wach, und es prickelt immer noch.. bis in alle Spitzen. Im Dezember dann wieder, vielleicht. Gebucht ist der Skiurlaub.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Somnia
thisbe, 00:30h
Es ist eine Mischung aus altem Schulhaus und Scheune. Dort wohnt mein Arzt. Ein Rezept möchte ich von ihm. Die Tür ist verschlossen, durch die ringsum fast durchgehend bis zum Boden verglasten Scheiben kann ich sehen, wie sein Assistent zur Tür eilt und mir aufsperrt. Na endlich, meint er, endlich kommt mal jemand. Wie merkwürdig, denk ich mir, keine Wartezeit beim Arzt, sondern so wenig Verkehr, dass er sogar die Tür zu lässt. Der Arzt kommt bald, meint der Assistent, aber er holt mich schon mal ins Sprechzimmer. Der Assistent verwandelt sich in ein kleines Märchenwesen, einen weißen Hut mit großen roten Punkten auf dem Kopf, über dem Gesicht ein weißer Schleier. Das Wesen möchte mir eine Maniküre verpassen. Ewigkeiten feilt und poliert und lackiert das Wesen, die Farbe trägt es unregelmäßig, auf, manchmal in fetten Schichten, dann wieder gar nichts. Es korrigiert und korrigiert, und am Ende sieht es immer noch - scheisse aus.
Cut
Ich stehe in einem Auto am unteren Ende der Unterführung, durch die man bergauf zum Haus meiner Mutter kommt. Es herrscht Spätsommerlicht, es ist still, Grillen zirpen, ein leichter Wind geht. Ich steige aus dem Auto, nur bekleidet mit einem weißen Slip und einem weißen Trägerhemdchen aus Seide. Langsam gehe ich die Unterführung bergauf, am Ende kann ich links ein Getreidefeld mit hohen Ähren sehen, und hohe Gräser wiegen sich dazwischen im Wind. Ich stehe im Tunnel und putze Zähne, sehe nachdenklich bergauf, bis mir einfällt, dass die Autos gleich grün bekommen, also gehe ich zurück zum Auto. Vor meinem Auto sind aus dem Nichts hohe Gräser gewachsen, dazwischen wachsen niedrige rote Rosen. Ich liebe hohe Gräser. Es sieht wunderschön aus. Vorsichtig mache ich die Autotür auf, als ich sie schließen will besteht die Gefahr, dass ich die halbe Flora und Fauna mit in mein Auto schließe. Eine Biene summt, ich schüttel den Kopf auf meinem Kopfkissen und wache auf.
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Seit vielen Tagen, jede Nacht intensivstes Kino, von dem leider jeweils nicht einmal die Hälfte in Erinnerung bleibt.
Cut
Ich stehe in einem Auto am unteren Ende der Unterführung, durch die man bergauf zum Haus meiner Mutter kommt. Es herrscht Spätsommerlicht, es ist still, Grillen zirpen, ein leichter Wind geht. Ich steige aus dem Auto, nur bekleidet mit einem weißen Slip und einem weißen Trägerhemdchen aus Seide. Langsam gehe ich die Unterführung bergauf, am Ende kann ich links ein Getreidefeld mit hohen Ähren sehen, und hohe Gräser wiegen sich dazwischen im Wind. Ich stehe im Tunnel und putze Zähne, sehe nachdenklich bergauf, bis mir einfällt, dass die Autos gleich grün bekommen, also gehe ich zurück zum Auto. Vor meinem Auto sind aus dem Nichts hohe Gräser gewachsen, dazwischen wachsen niedrige rote Rosen. Ich liebe hohe Gräser. Es sieht wunderschön aus. Vorsichtig mache ich die Autotür auf, als ich sie schließen will besteht die Gefahr, dass ich die halbe Flora und Fauna mit in mein Auto schließe. Eine Biene summt, ich schüttel den Kopf auf meinem Kopfkissen und wache auf.
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Seit vielen Tagen, jede Nacht intensivstes Kino, von dem leider jeweils nicht einmal die Hälfte in Erinnerung bleibt.
Sonntag, 12. Oktober 2008
Und schon wieder Sterne.
thisbe, 20:45h
Die Sterne ziehen sich gerade durch mein Leben wie ein roter Faden. Neuen Lieblingsplatz in F*F*M entdeckt: das Stern*taler.
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