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Freitag, 3. August 2012
thisbe, 02:29h
Manchmal frag ich mich, ob ich echt drüber hinweg bin. Total absurd.
Dienstag, 31. Juli 2012
Kanalidylle.
thisbe, 00:40h
Dass nicht jeder für den doch sehr eigenwilligen Charme dieser Stadt empfänglich ist, hat mir der heutige Abend mit T. im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen geführt. T. ist ein alter Freund, den ich in Sü*dafrika kennengelernt habe. Wir haben uns schon öfters hier getroffen, aber noch nie am Kanal. Heute war er berufsbedingt mal wieder in der Ecke.
Mit rosaroter Brille schlage ich hinter der Tanke den mir sehr vertrauten Weg am Kanal ein. Erst den links der Brücke. Hach, mein Kanal. Ich seufze und lächel T. verzückt an. Ich sehe eine kleine Entenfamilie verträumt in die Abenddämmerung schippern. T. inhaliert tief. "Mmm... diese Idylle... " und setzt an mir zu erläutern, was er sieht. Die Entenfamilie zieht durch grüne Grütze auf einem stinkenden Gewässer. Dahinter liegen rostige Kähne. Am Ufer gegenüber batteln sich hässliche Industriebauten aus Beton. Auf dem Grasstreifen direkt vor uns, der uns vom Wasser trennt, liegt unglaublich viel Müll. Leider kann ich meiner Nase jetzt auch nicht mehr erzählen, dass es duftet.
Ähm, lass uns lieber rechts gehen. Ich liebe den Abschnitt bis vor zum Haf*enstrand, entlang an verfallenen Backsteingebäuden voller Graffitis, einem alten Speicher, rostigen Verteilkränen, einem kleinen Holzsteg, dazwischen das moderne Gebäude der P-Akademie. Vor uns der Kanal, auf dem sich gerade ein ganzes Schwanen-Ensemble darauf vorbereitet, uns einen Schwanensee zum besten zu geben. So viele Schwäne! Die Lichter am anderen Ufer spiegeln sich auf dem Wasser. Die Grillen zirpen. Auf der Zugtrasse gegenüber fährt ein ICE. Für mich ist es idyllisch. Für mich...
T. weist mich auf die Ratte hin, die neben uns hartnäckig nach Nahrung sucht. Und wieder so viel Müll. Und wieso sind da gegenüber eigentlich so viele Betongebäude? "Aaahh... diese Idylle..."... er zwickt mich in die Hüfte und lacht.
Ich verstehe was er meint, ich sehe es, aber ich fühle es nicht. Für mich ist es wunderschön dort. Ich mag das Trashige. Ich mag die Zugstrecke, ich mag den Industriecharme, ich mag den Kanal und die Schwäne und die Grillen. Die schrägen Leute aller erdenklichen Herkünfte und Hintergründe. Die Studenten, die coolen Checker-Türken, die Alternativen, die Penner.
Ich erinner mich daran wie LeSchwe einmal in einem ganz anderen Kontext sagte: Du hast einen Haufen Scheiße vor dir und siehst immer noch die schönen bunten Fliegen darauf. Damals meinte sie den kle*inen Professor.
Vielleicht sehe ich an diesem Kanal wirklich nur die schönen bunten Fliegen. T. meint, ich soll das nächste mal meinen Baseballschläger für die Ratten mitnehmen. Ich weiß nicht, ob ich einfach nur sehr einen an der Klatsche habe, oder ob es mir ein bisschen leid tut für ihn, dass er nicht sieht was ich sehe.
Mit rosaroter Brille schlage ich hinter der Tanke den mir sehr vertrauten Weg am Kanal ein. Erst den links der Brücke. Hach, mein Kanal. Ich seufze und lächel T. verzückt an. Ich sehe eine kleine Entenfamilie verträumt in die Abenddämmerung schippern. T. inhaliert tief. "Mmm... diese Idylle... " und setzt an mir zu erläutern, was er sieht. Die Entenfamilie zieht durch grüne Grütze auf einem stinkenden Gewässer. Dahinter liegen rostige Kähne. Am Ufer gegenüber batteln sich hässliche Industriebauten aus Beton. Auf dem Grasstreifen direkt vor uns, der uns vom Wasser trennt, liegt unglaublich viel Müll. Leider kann ich meiner Nase jetzt auch nicht mehr erzählen, dass es duftet.
Ähm, lass uns lieber rechts gehen. Ich liebe den Abschnitt bis vor zum Haf*enstrand, entlang an verfallenen Backsteingebäuden voller Graffitis, einem alten Speicher, rostigen Verteilkränen, einem kleinen Holzsteg, dazwischen das moderne Gebäude der P-Akademie. Vor uns der Kanal, auf dem sich gerade ein ganzes Schwanen-Ensemble darauf vorbereitet, uns einen Schwanensee zum besten zu geben. So viele Schwäne! Die Lichter am anderen Ufer spiegeln sich auf dem Wasser. Die Grillen zirpen. Auf der Zugtrasse gegenüber fährt ein ICE. Für mich ist es idyllisch. Für mich...
T. weist mich auf die Ratte hin, die neben uns hartnäckig nach Nahrung sucht. Und wieder so viel Müll. Und wieso sind da gegenüber eigentlich so viele Betongebäude? "Aaahh... diese Idylle..."... er zwickt mich in die Hüfte und lacht.
Ich verstehe was er meint, ich sehe es, aber ich fühle es nicht. Für mich ist es wunderschön dort. Ich mag das Trashige. Ich mag die Zugstrecke, ich mag den Industriecharme, ich mag den Kanal und die Schwäne und die Grillen. Die schrägen Leute aller erdenklichen Herkünfte und Hintergründe. Die Studenten, die coolen Checker-Türken, die Alternativen, die Penner.
Ich erinner mich daran wie LeSchwe einmal in einem ganz anderen Kontext sagte: Du hast einen Haufen Scheiße vor dir und siehst immer noch die schönen bunten Fliegen darauf. Damals meinte sie den kle*inen Professor.
Vielleicht sehe ich an diesem Kanal wirklich nur die schönen bunten Fliegen. T. meint, ich soll das nächste mal meinen Baseballschläger für die Ratten mitnehmen. Ich weiß nicht, ob ich einfach nur sehr einen an der Klatsche habe, oder ob es mir ein bisschen leid tut für ihn, dass er nicht sieht was ich sehe.
Montag, 30. Juli 2012
thisbe, 00:39h
Als ich mir Freitag Nacht die Eröffnungsfeier der Ol*ympischen Sp*iele ansehe, werde ich melancholisch. Ich beneide all die Athleten um diesen Moment, um die Zeit, die sie dort haben, um das, was sie bisher erreicht haben. Darum, dass sie einfach dabei sein können.
Ich frage mich, ob ich das jemals geschafft hätte, wenn ich damals meine Talente weiterverfolgt hätte. Im 50 Meter Lauf war ich immer die schnellste, nur ein Junge, der war meistens eine halbe Sekunde schneller als ich. Springen konnte ich auch. Leichtathletik, das wäre mein Din gewesen. Die Lehrer fanden das auch. Aber ich bin nie in einen Verein, vermutlich meiner sozi*alen Ph*obie geschuldet. Und meine Eltern haben mir so etwas auch nie vorgeschlagen, jedenfalls nicht, dass ich mich erinnern kann.
Überhaupt. Meine Talente. Warum habe ich sie nie verfolgt. Auch das mit dem Klavier. Oder dem Reiten. Oder dem Schreiben, ich habe ellenlang Geschichten und Gedichte geschrieben.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe mein Potential vergeudet. Mit der Pubertät habe ich es in die falschen Dinge gesteckt, habe es verschleudert. Gemalt habe ich da dann oft, und gebastelt, den Umständen geschuldet...
Und heute. Heute scheint die Kreativität völlig verschwunden. Oder ich habe keinen Zugang mehr zu ihr. Dabei ist es das, was mich sehr ausmacht, ganz irgendwo tief in mir. Kreativität und Phantasie. Aber . . nicht zugänglich für mich. Das quält mich sehr, glaube ich. Mehr, als mir bewusst ist.
Ich frage mich, ob ich das jemals geschafft hätte, wenn ich damals meine Talente weiterverfolgt hätte. Im 50 Meter Lauf war ich immer die schnellste, nur ein Junge, der war meistens eine halbe Sekunde schneller als ich. Springen konnte ich auch. Leichtathletik, das wäre mein Din gewesen. Die Lehrer fanden das auch. Aber ich bin nie in einen Verein, vermutlich meiner sozi*alen Ph*obie geschuldet. Und meine Eltern haben mir so etwas auch nie vorgeschlagen, jedenfalls nicht, dass ich mich erinnern kann.
Überhaupt. Meine Talente. Warum habe ich sie nie verfolgt. Auch das mit dem Klavier. Oder dem Reiten. Oder dem Schreiben, ich habe ellenlang Geschichten und Gedichte geschrieben.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe mein Potential vergeudet. Mit der Pubertät habe ich es in die falschen Dinge gesteckt, habe es verschleudert. Gemalt habe ich da dann oft, und gebastelt, den Umständen geschuldet...
Und heute. Heute scheint die Kreativität völlig verschwunden. Oder ich habe keinen Zugang mehr zu ihr. Dabei ist es das, was mich sehr ausmacht, ganz irgendwo tief in mir. Kreativität und Phantasie. Aber . . nicht zugänglich für mich. Das quält mich sehr, glaube ich. Mehr, als mir bewusst ist.
Samstag, 2. Juni 2012
Packen.
thisbe, 23:56h
Packen ist, vielleicht nicht nur für mich, immer eine recht emotionale Angelegenheit. Ich finde Dinge wieder, die ich vergessen habe, und somit auch die Erinnerung, die ich mit Ihnen verbinde.
Heute ist es Musik, weil ich unbeschriftete CDs durchgehe. Und Musik, ja... Musik spült Erinnerungen in windeseile hoch. Auch die Gefühle, die ich zum damaligen Zeitpunkt hatte, und neue Gefühle, die ich inzwischen dazu habe. Es überrascht mich immer wieder, wie sehr man Gefühle wieder genau so spürt wie damals, obwohl die Situationen Lichtjahre weg scheinen.
Es gibt Lieder, die sind besetzt mit ganz festen Erinnerungen.
Ne ich hör auf zu schreiben. Das geht irgendwie nicht.
Heute ist es Musik, weil ich unbeschriftete CDs durchgehe. Und Musik, ja... Musik spült Erinnerungen in windeseile hoch. Auch die Gefühle, die ich zum damaligen Zeitpunkt hatte, und neue Gefühle, die ich inzwischen dazu habe. Es überrascht mich immer wieder, wie sehr man Gefühle wieder genau so spürt wie damals, obwohl die Situationen Lichtjahre weg scheinen.
Es gibt Lieder, die sind besetzt mit ganz festen Erinnerungen.
Ne ich hör auf zu schreiben. Das geht irgendwie nicht.
Samstag, 21. April 2012
thisbe, 00:26h
Morgen gibts dann also einen kleinen Besichtigungsmarathon in der alten bald neuen Heimatstadt. Ich wünschte, es gäbe mehr Optionen als die paar Termine, aber besser als nichts.
"Willkommen daheim", schreibt neulich jemand, von dem ich es nicht dachte, weil ich mich bei ihm so selten gemeldet habe in dem Jahr, in dem ich weg war. Er war keiner von den ganz engen. Aber es hat mich sehr gerührt, und alles was seit meiner Entscheidung läuft, alles was mir gesagt wird, was man mir sagt, was man mich fragt, wozu man mich einläd, was sich tut, bestätigt mich darin, dass es richtig war. Und am meisten bestätigt mich mein Bauch. Und du, Cor meum. Wir freuen uns, unendlich!
Ich empfinde seit langem einmal wieder so etwas wie Glück. Abgesehen vom Mama-Themengebiet. Aber ansonsten... fließt Glück durch meine Venen. Und direkt ins Herz.
"Willkommen daheim", schreibt neulich jemand, von dem ich es nicht dachte, weil ich mich bei ihm so selten gemeldet habe in dem Jahr, in dem ich weg war. Er war keiner von den ganz engen. Aber es hat mich sehr gerührt, und alles was seit meiner Entscheidung läuft, alles was mir gesagt wird, was man mir sagt, was man mich fragt, wozu man mich einläd, was sich tut, bestätigt mich darin, dass es richtig war. Und am meisten bestätigt mich mein Bauch. Und du, Cor meum. Wir freuen uns, unendlich!
Ich empfinde seit langem einmal wieder so etwas wie Glück. Abgesehen vom Mama-Themengebiet. Aber ansonsten... fließt Glück durch meine Venen. Und direkt ins Herz.
Freitag, 20. April 2012
Scheisse fück.
thisbe, 00:55h
Da hilft nur noch die Delete-Taste. Und zwar gründlich.
Persola.
thisbe, 02:00h
Mein Therapieonkel wäre begeistert gewesen. Vor allem nach der heutigen Sitzung. Ich weiß dass es stimmt. Und trotzdem ist es schwierig, manches mal. Danke Frau Morphine! Kam grad recht, heute.
Sonntag, 15. April 2012
Mens sana in corpore sano?
thisbe, 00:18h
Fühlt sich gerade an wie ein ganzheitlicher Genesungsprozess. Bin bald wundgelegen, und die Stirn- und Nebenhöhlen schmerzen immer noch. Oft ist bei mir so eine Krankheit wie eine Metamorphose. Ich weiß nicht. Um gar aus dem Kokon schlüpfen zu können für die nächste "Stufe", brauch ich ein mal Flachliegen, bitte. Schon öfters beobachtet in den letzten Jahren. Also dann im wahrsten Sinne des Wortes: abwarten und Tee trinken.
Liberi stellarum
thisbe, 02:12h
Salzwasser.
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